Herzlich willkommmen!

Rassegeflügelzuchtverein Sonsbeck e.V.


Wie viel frisst ein Huhn ?

Die Futtermenge ist nicht pauschal anführbar , weil es rassebedingte und individuelle Unterschiede gibt .

Als Faustregel lässt sich für leichte Rassen jedoch sagen , dass sie 110 – 120 Gramm verzehren , schwere dagegen 120 – 150 Gramm .

Man sollte sich schon an der Regel halten , ansonsten verfetten die legenden Hennen sehr schnell und man hat im 2. Jahr schlechtere Legeerrgebnisse .

Reichen Körner als Futter für Hühner ?

Körner sind das Hauptfutter für Hühner , aber ein ausgewogenes Körnergemisch ist wichtig , und nicht nur Weizen .

Gesunde Hühner brauchen Freilauf , ein großes Grundstück auf dem sie Sämereien , Keimlinge , Getier und vor allen Grünzeug finden . Dieses Futter ergibt zusammen mit den Körnerfutter eine wertvolle Kombination und eine ordentliche Befruchtung .

Wer keinen großen Auslauf hat sollte darauf achten , dass die Tiere zusätzlich zu den Körnern eine reichhaltige Zugabe von Grünzeug sowie tierische Eiweiße bekommen .

Kalk in Form von Muschelschrot sowie ausreichend frisches Wasser darf niemals fehlen .

Wann gibt es Weichfutter ?

Weichfutter am Abend würde schnell den Kropf füllen , aber schnell verdaut werden . Das Huhn bekäme in der Nacht Hunger . Morgens ist naturgemäß Futtersuche angesagt , da sollte man Körner füttern , Weichfutter zur Mittagszeit ist verhaltensbezogen am besten , zu dieser Zeit ist das Huhn mit putzen und ruhen beschäftigt . Ein voller Bauch und voller Kropf schaden jetzt am wenigsten , und das Futter wird bestens verarbeitet .

Also Morgens Körner , wenn Weichfutter dann Mittags und Abends wieder Körner .

Merkblatt zur Bekämpfung der Newcastle-Krankheit (ND)

 

Die Impfpflicht besteht seit dem 31.12.1994 und gilt für alle Hühner und Truthühner und alle mit diesem Gehaltenen Geflügel. Eine Verletzung der Impfpflicht, sowie der Pflicht zur Wiederholungsimpfung in abständen von 3 Monaten, stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit einer Geldbuße bis zu 25.000,00 € geahndet werden.

 

Die Abgabe des Impfstoffes erfolgt durch den in Ihrem Bestand tätigen praktischen Tierarzt oder durch den vom Veterinäramt bestätigten Impfbeauftragten (über den Tierarzt) und läuft folgendermaßen ab:

 

  1. Setzen Sie sich rechtzeitig mit Ihrem ortsansässigen Rassegeflügelzuchtverein in Verbindung und teilen Sie ihm die Anzahl der zu impfenden Tiere mit.

 

 

  1. Am geplanten Impftermin muss Ihr Geflügel gesund (= „impffähig“) sein.

 

 

  1. Am Abend vor der Impfung entfernen Sie bitte das Trinkwasser aus den Ställen, da das Geflügel vor der Impfung durstig sein muss.

 

 

  1. Stellen Sie saubere, dichte Trinkgefäße (nicht aus Metall) in genügender Anzahl bereit, da alle Tiere gleichzeitig Wasser aufnehmen können sollten. Sorgen Sie bei Wassergeflügel – Enten und Gänse – dafür, dass die Tiere nicht in den Trinkgefäßen baden können.

 

 

  1. Normalerweise erhalten Sie von dem Impfbeauftragten (Zuchtwart des Vereins) die nötige Impfstoffmenge für Ihr Geflügel (nicht für Tauben) in flüssiger Form. Dafür sind saubere, verschließbare Kunststoffbehälter mitzubringen.

 

 

  1. Den Impfstoff geben Sie bitte unverzüglich zu Hause ins Trinkwasser für Ihr Geflügel und verrühren die eingebrachte Impfstoffmenge.

 

 

  1. Weitere Impftermine erhalten Sie bei Ihrem Rassegeflügelzuchtverein, da alle drei Monate Wiederholungsimpfungen durchzuführen sind.

 

 

  1. Über die Impfungen erhalten Sie über dem Rassegeflügelzuchtverein, vom Tierarzt, jeweils eine Bescheinigung.  

 

Newcastle – Krankheit

( atypische Geflügelpest )

Schutzimpfung – klinisch erkennbare Krankheitsanzeichen

 

Veterinärbehörden waren bestrebt, im Interesse einer wirksamen Seuchenbekämpfung die Impfpflicht gegen die Newcastle – Krankheit auch auf Bestände mit weniger als 200 Tieren auszudehnen. Gerade in solchen – häufig Rassegeflügelhaltungen – herrscht eine rege Fluktuation, was den Kauf und Verkauf, das Tauschen und Verschenken von Geflügel angeht, und im Herbst und Winter durch Ausstellungen einen Kulminationspunkt und überregionale Bedeutung erlangt. Maßnahmen dieser Art können bei unkontrollierter Seuchenlage erheblich zur Seuchenverschleppung und zur Gefährdung bisher gesunder Bestände beitragen.

Man kann das Bestreben der Regierungspräsidenten nur begrüßen. Dabei geht es in erster Linie um Wege zur Durchführung von Newcastle – Impfungen in kleinen Beständen. Man sollte wissen das die Trinkwasservakzination heute die Methode der Wahl und wirtschaftlich zumutbar ist, wenn sie gut organisiert und diszipliniert durchgeführt wird. Grundsätzlich sollten nur gesunde Tiere geimpft werden. Es ist darauf zu achten, dass das mit dem Impfstoff versetzte Trinkwasser

  • keine Desinfektionsmittel ( Chlorung ) enthält
  • in genügender Menge kurzfristig aufgenommen wird
  • und allen Tieren in ausreichender Menge zur Verfügung steht

Voraussetzung dafür ist, dass den Tieren vorher kurzfristig das Trinkwasser entzogen wurde, damit der für die Aufnahme des impfstoffhaltigen Wassers notwendige Durst vorhanden ist.

Die Impfung

Da die Impfstoffindustrie durchweg Trinkwasservakzinien von 1000 Dosen an aufwärts herstellt , ist es in der Rassegeflügelhaltung ratsam , möglichst viele Kleinbestände an einem für alle Mitglieder verbindlichen Termin zu impfen , denn einmal gelöste Impfstoffe sind nur befristet (wenige Stunden) anwendbar .

Die mit einer Sondergenehmigung nach § 34 der Tierimpfstoffverordnung ausgestatteten Beauftragten der Vereine sollten über geeignete Gefäße und eine Kühltasche zum Transport der für ihre Tiere erforderlichen , in Wasser gelösten Impfstoffmenge verfügen , des weiteren ein geeichtes Messgefäß mit dem eine exakte Zumischung in die aufgestellten Tränken möglich ist . Die Tierbesitzer werden um eine bestimmte Uhrzeit zu den zentral gelegenen Beauftragten bestellt, wo sie die für ihre Tierzahl erforderlichen, durch einen Tierarzt bereitgestellten, Impfstoffdosen in einer Trinkwasservormischung (z.B. 1-2 ml/ Tier) erhalten. Sie kehren dann unverzüglich in ihre Bestände zurück und füllen den gelösten Impfstoff in die vorbereiteten Tränken , die nur soviel Wasser enthalten sollten, wie die vorher durstenden Tiere innerhalb weniger Stunden aufnehmen können . Es schadet nichts, wenn die Tiere die doppelte Menge aufnehmen, weil das Impfvirus nicht krankmachend ist.

Für alle Geflügelbestände ist Impfpflicht (Hühner, Puten, Enten, Gänse, Rebhühner, Wachteln, Perlhühner, Tauben) vorgeschrieben. Alle Geflügelhalter, auch Hobbygeflügelhalter, müssen ihre Tiere zwecks Impfung anmelden.

Hobbygeflügelhalter die keinem Verein angeschlossen sind, können über örtliche Vereine ihre Tiere mitimpfen lassen.

Hinsichtlich der einzuhaltenden Impftermine gibt es unterschiedliche Voraussetzungen. Stehen die Elterntiere unter Impfschutz, so übertragen sie maternale Immunität auf die schlüpfenden Küken, die diesen die ersten drei Lebenswochen vor einer Infektion schützen.

Wann erstmals Impfen ?

Sie sollten gegen Ende der dritten Lebenswoche erstmals mit LaSota-Impfstoff vakziniert werden , weil die maternalen Antikörper nicht nur einen Schutz gegen das krankmachende Virus darstellen, sondern auch die notwendige Vermehrung des Impfvirus beeinträchtigen .

Weitere Impfungen sollten dann in Abständen von 3-4 Monaten stattfinden und ausreichend hohe Antikörperspiegel sicherstellen.

 

Krankheitsbild

  • Hohe Sterblichkeit
  • Atemnot
  • zentralnervöse Störungen
  • petechiale punktförmige Blutungen
  • ausgeprägter grüner Durchfall

Die Diagnose ist im Labor serologisch oder virologisch abzusichern und differentialdiagnostisch gegen viele andere klinisch ähnliche Krankheitsbilder abzutrennen. Bei Seuchenverdacht muss die zuständige Behörde (Veterinäramt) benachrichtigt werden, und den Nachweis über die sachgerecht durchgeführte Schutzimpfung liefern.

Ein Züchter, der bewusst kranke Tiere in eine Ausstellung bringt, handelt fahrlässig und rücksichtslos gegen seine Mitbewerber um die Gunst der Preisrichter. Im Falle der Verschleppung einer anzeigenpflichtigen Seuche, wie z.B. der Newcastle-Krankheit, kann das erhebliche Folgen haben.

 

Bei fragen bitte an den Rassegeflügelzuchtverein Sonsbeck wenden. Impfungen werden über unseren Verein durchgeführt. Die Termine erhalten Sie bei uns. Oder Tel.:02838/9894377

Ohne Wasser geht nix

 

Hühner brauchen zum täglichen Leben Wasser, ansonsten können die lebenswichtigen Stoffwechselvorgänge im Hühnerorganismus nicht ablaufen. Hühner bestehen zu 50% aus Wasser.

Hühner fressen Körner, diese haben fast keinen Wassergehalt.

Durch die Wasseraufnahme quellen die Körner im Kropf auf und werden so auf die Verdauung vorbereitet.

Küken bekommen hauptsächlich nur Trockenfutter, dieser hat kaum Feuchtigkeitsgehalt. Sie trinken kaum oder gar kein Wasser, dann bekommen die Tiere große Probleme mit der Kotabgabe und am Ende steht der Tod. Früher wurde dieses als mangelnde Vitalität missinterpretiert, man ging davon aus ,  dass Küken instinktiv trinken . Der Züchter muss den Küken immer wieder zeigen wo die Wasserquelle ist, manche Küken brauchen einfach länger dazu.

Im Grünfutter, Früchten, Beeren ist sehr viel Wasser

enthalten, ebenfalls im Weichfutter. Wer seinen Hühnern auch mit solchem Futter versorgt, kann sicher sein, dass seine Tiere immer gut mit Wasser versorgt sind. Das trifft gerade in der heißen Jahreszeit zu.

Im Sommer schwinden der Appetit, und die Wasseraufnahme, wenn das Trinkwasser in der prallen Sonne steht. Möchten Sie fades, abgestandenes, warmes Wasser trinken, oder lieber kühles frisches?

Wasser wird vom Huhn zur Regulierung der Körpertemperatur eingesetzt, Hühner hecheln und verdunsten dabei Wasser, dabei entsteht Verdunstungskälte. Hühner können nicht schwitzen, deshalb müssen sie hecheln. Steigt die Temperatur im Hühnerkörper über Gebühr an, bricht das enzymatische Stoffwechselsystem zusammen und das Huhn stirbt.

Also täglich das Wasser erneuern, die Tränke reinigen, das Wasser nicht in der prallen Sonne stellen, sondern im Stall oder an einem schattigen Platz. Kommt eine geviertelte Zwiebel oder eine Knoblauchzehe im Trinkwasser, geht die Mikroorganismentätigkeit im Wasser stark zurück und die Hühner nehmen zugleich positive Stoffe auf.

Wer Brunnenwasser als Trinkwasser verwendet sollte ein Tränkenzusatz (pH-Control Heimtier von Muskator z.B.) anwenden, dieser besteht aus Kombinationen verschiedener Säuren (ZB: Ameisen-. Ascorbinsäure) . Die Säure - Kombinationen wirken gegen eine Vielzahl von Keimen und Bakterien und Krankheitserreger (E-Coli, Salmonellen, Streptokokken) Die Schleime und Algenbildung im Trinkgefäß wird wirksam verhindert.

Im Winter sollte man, damit das Wasser nicht gefriert, einen Tränkenwärmer benutzen.

Das Wassergefäß sollte immer auf Schulterhöhe der Hühner stehen, vom Küken über die Junghenne bis zur ausgewachsenen Henne wächst die Tränke mit. Unter der Tränke sammelt sich immer Spritzwasser an, dieses durchfeuchtet den Untergrund, ist es zudem warm, haben Krankheitserreger beste Vermehrungsmöglichkeiten. Deshalb sollte das Trinkgefäß auf ein Drahtgittergeflecht mit Wasserauffangbecken stehen.

Wasser ist wichtiger als Futter, ein Huhn kann länger hungern als dursten. Deshalb ist für die Aufrechterhaltung der Lebensvorgänge Wasser stets nötig.

Bedauerlicherweise wird die Wichtigkeit des Trinkwassers immer wieder unterschätzt und kann deshalb die Ursache sein, dass sich das Huhn nicht so entwickelt, wie man es sich vorstellt.

Wie kann Kannibalismus vermieden werden ?

 

„ Müßiggang ist aller Laster Anfang“ . Dies gilt auch bei der Kükenaufzucht . Ein gesundes Küken sucht die Bewegung , es erkundet schon in den ersten Lebenstagen seine Umgebung , pickt nach allem , was ihm auffällt . Dieser Tatendrang wird am besten befriedigt , wenn Küken mit der Glucke sich im freien Auslauf bewegen können .

Die Mehrzahl unserer Züchter sind aber heute von der Naturbrut abgekommen , Begründung , man braucht größere Kükenmengen . Auch die beste Glucke wird im Idealfall höchstens 15 Küken erbrüten können . Wenn da nicht zufällig mehrere Glucken gleichzeitig zur Verfügung stehen , reicht das nicht aus . Naturbrut mit unterschiedlichen Schlupfterminen erschwert die Aufzucht erheblich . Hinzu kommt der Nachteil , dass der Abstammungsschlupf , der mir den Nachweis erbringt von welcher Henne das Küken stammt , kaum möglich ist .

Also sind wir größtenteils auf die Kunstbrut angewiesen . Hierzu benötigen wir eine zweckmäßige Kükenbehausung . Ihre Besetzung sollte sich auf 10 bis 12 Küken pro qm beschränken . Man muss dabei das Wachstum der Küken bis etwa zur achten Lebenswoche bedenken . Über die Voraussetzung der richtigen Wärme , der Einstreu mit Flußsand und der Ausreichenden Sauerstoffzufuhr soll heute nicht geschrieben werden . Auch darf vorausgesetzt werden , dass die Fütterung sachgemäß erfolgt . Wenn hier Fehler gemacht werden , geht die Aufzucht meistens ohnehin schief .

Sind im Kükenheim zu viele Küken untergebracht , dann wird der Lebensraum täglich enger und damit die Bewegungsmöglichkeit geringer . Das Küken kann sich also nicht so austoben , wie bei der führenden Glucke . Es sucht sich jedoch Betätigung . Diese ist nur am Futtertrog mehr oder weniger ungestört möglich . Dabei ist es zudem keinesfalls gleichgültig , wie lange es dauert , bis sich das Küken gesättigt hat . Bei Presßlingsfütterung geht das schneller als bei der Verabreichung von Futtermehlen .

Hat sich ein Küken gesättigt , wird es ruhen . Mit zunehmenden Alter nimmt die Ruhezeit ab , die Küken werden munterer . Da entsteht nun die große Gefahr , dass das nebenan stehende Küken studiert wird . Schon die kleinsten Küken interessieren sich für die Zehennägel der Artgenossen . Da glänzt im Sonnenlicht ein junger Federkiel , da muss einmal gepickt werden . Das Kleinkind greift nach allem neuen . Das Küken pickt eben . Wenn nun so ein Kiel geschädigt wird und blutet , dann schmeckt das gut , also kommt das nächste Küken dran . Schon bald werden die Artgenossen aufmerksam . Schnell haben auch sie begriffen , dass hier etwas gutes zu holen ist . Das arme Opfer kann sich nicht wehren . Wehe , wenn da der Züchter nicht aufpasst ! Noch schlimmer ist es , wenn Küken entdecken , dass beim Vordermann Kot abgesetzt wird und sich der Aftermuskel bewegt . Auch da muss einmal daran gepickt werden . Gibt es dabei eine Verletzung , dann gibt es kein Halten mehr . Die ganze Kükenschar stürzt sich auf das unglückliche Küken und bald ist es gelyncht .

Ein weiterer Grund zu diesen Verhaltensweisen ist Nervensache . Raumenge , wie auch eine Überhitzung des Raumes , vielleicht zusätzlich durch mangelhafte Lüftung , macht Küken nervös , und dann beginnen sie ebenfalls , Federn zu fressen . Diese nervlich bedingte Unart tritt bei älteren Tieren auf , sobald sie in zu stark besetzte enge Käfige eingesperrt werden . Wir kennen diese Situation von den Hennen in den Legebatterien .

Unsere Futtermittel sind – schon durch die Anforderungen der Wirtschaftsgeflügelzucht – meistens einwandfrei zusammengesetzt . Dies bedeutet jedoch nicht , dass alte , abgelagerte Restposten nicht auch ein Mangel an Vitaminen aufweisen können .

Da Infrarotbeleuchtungen ebenfalls Vitamine zerstört , müssen wir das Futter außerhalb der Heizzone verabreichen . Man beachte , Futterstelle und Wasseraufnahme in möglichst weiten Abständen aufstellen . Ein den Kükenalter entsprechender Abstand zur Heizquelle muss gewährleistet sein . Diese Maßnahme sorgt für Bewegung und lenkt von allen Untugenden ab . Eines darf nicht vergessen werden : Grünfutter in jeder Menge und Art beugt Nährstoffmangel vor .

Richtiges Bruteiersammeln will gelernt sein

 

Die überwiegende Mehrzahl unserer Küken erblicken in der Brutmaschine das licht der Welt . Wir alle wissen , dass der Bruterfolg neben der richtigen Haltung und Ernährung der Elterntiere von vielen weiteren wichtigen Faktoren vor und während der Brut bestimmt wird .

Einsammeln der Bruteier

Bruteier sollen beim Einsammeln möglichst sauber sein . Sauberes Legenest und saubere Füße der Zuchttiere sind dafür ausschlaggebend . Zu viele Eier in einem Nest erhöhen die Gefahr , dass einige zerbrechen und die anderen verklebt werden . Die Eier können durchaus mit klaren Wasser  abgespült werden , nicht mit Reinigungsmitteln oder zu starkes abwaschen , Das schädigt die  Eierschalenschutzschicht , sie wird zerstört , und die spätere Schlupffähigkeit wird beeinträchtigt oder bleibt ganz aus .

Dann können Krankheitserreger , Pilzsporen u.ä. Eindringen und das Brutei unbrauchbar machen .

Wer sich den Reinigungsaufwand ersparen will sammelt saubere Bruteier .

Bruteier sind wie das sprichwörtliche „Rohe Ei“ zu transportieren . Leichte Erschütterungen werden bei ordnungsgemäßer Lagerung in Horden problemlos verkraftet . Je heftiger die Erschütterung , umso großer die Gefahr ; dass die innere „Aufhängung“ im Ei zerreißt und damit die Entwicklung eines Küken ausgeschlossen ist .

An sehr kalten Frosttagen sollten Bruteier häufiger aus dem Stall entfernt werden .

Starker Frost kann das Eiweiß zum gefrieren bringen und damit irreparabel schädigen . Im fortgeschrittenen Stadium platzt sogar die Eischale , und das Ei wird unbrauchbar .

Auswahl der Bruteier

Nicht jedes gelegte Ei ist als Brutei verwendbar . Deshalb sollte frühzeitig eine Auswahl getroffen werden . Die Eigröße ist rassespezifisch , und erheblichen Schwankungen unterworfen . Extrem kleinere Eier sind aus züchterischen Erwägungen abzulehnen . Gleiches gilt für zu große Eier , die Doppeldotter enthalten und durch ihr Zuviel an Eiweiß den Embryo zum Absterben bringen können . Der Mittelweg scheint auch bei der Eigröße der beste zu sein .

Die Eiform muss bei der Auswahl ebenfalls berücksichtigt werden . Stark deformierte Eier sind im jeden Fall als Bruteier auszuschließen . Auch hierbei können erhebliche Schwankungsformen auftreten . Dies ist veranlagungsbedingt . Manche Hennen legen „spitze Eier“ , andere dagegen „runde“ . Extreme Formabweichungen sollten nicht zur Brut verwendet werden , weil sie aus gründen der Erblichkeit nicht im Stamm gefestigt    1 werden sollten .

Wichtig ist die Lage der Luftblase . Sie sollte sich am stumpfen Ende befinden . Seitliche Luftblase ist dagegen häufig gekoppelt mit mangelhaften Schlupf und Vitalitätsverlust der Küken .

Umfangreiche Untersuchungen haben ergeben , dass der Schalenbeschaffenheit dagegen große Bedeutung zukommt . Zwischen Schalendicke und Schlupffähigkeit besteht ein enger Zusammenhang . Hierzu zählt auch die Porösizität der Schale , d.h. Anzahl und große der Poren . Diese bestimmen beispielsweise während der Lagerung und Bebrütung die Wasserabgabe und den Gewichtsverlust der Eier , aber auch den Sauerstoffaustausch .

Lagerung der Bruteier

Betrachten wir zunächst die Lagertemperatur ! Großversuche haben ergeben , dass bis 26,7° C keine Entwicklung im Ei stattfindet . Unter 12,3° C gelagerte Eier hatten erst ab den 20. Lagertag schlechtere Schlupfergebnisse . Dagegen zeigte das vorübergehende Vorwärmen von Bruteiern über 1-5 Stunden auf 37,8° C eine deutlich verbesserte Schlupffähigkeit bei länger gelagerten Bruteiern . Für den Rassegeflügelzüchter lässt sich daraus ableiten , dass eine Lagertemperatur von 8° C bis 10° C bei Bruteiern anzustreben ist . Dabei muss allerdings auch die Lagerdauer mitberücksichtigt werden . Über die Einflüsse der Lagerdauer auf die Schlupffähigkeit der Küken liegen sehr unterschiedliche Untersuchungsergebnisse vor . Während einige Untersuchungen bis zu 20 Tagen Lagerung keine Schlupfbeeinträchtigungen ergaben , wurden in anderen bereits nach 14 Tagen deutlich schlechtere Ergebnisse erzielt . Längere Lagerung der Bruteier bewirkt offensichtlich kleinere Küken , verlängerten Schlupf und auch wachstums- bzw. vitalitätsgeschwächte Küken .

Zwischenzeitliches „Auffrischen“ der Bruteier im lauwarmen Wasser zeigte kaum verbesserte Ergebnisse , dagegen zeigten Großversuche , bei denen Bruteier im stickstoffbefüllten Behälter gelagert wurden , deutlich verbesserte Schlupfraten und vitalere Küken bei langen Lagerzeiten der Bruteier .

Die Lage während der Lagerung ist ebenfalls entscheident . Während früher Bruteier liegend aufbewahrt wurden , was regelmäßiges wenden um die Längsachse erforderlich machte ( ähnlich wie beim Brutvorgang ) , stellt man heute Bruteier in Horden . Wenn sie dabei mit der „Spitze“ nach unten gesetzt werden , erübrigt sich jegliches Wenden , die richtige Dotteraufhängung bleibt erhalten .

 

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Zum Thema „Bruteier lassen sich für den Rassegeflügelzüchter folgende Eckpunkte ableiten :

  • Voraussetzung für möglichst saubere Bruteier schaffen !
  • In Frostperioden häufiger Eier sammeln und mit möglichst wenig Erschütterung transportieren !
  • Nur mittlere Eigrößen im Rahmen der rassespezifischen Eigewichte als Bruteier verwenden !
  • Starke formliche Abweichungen sowie Eier mit rauen u. Unebenen Schalen aussortieren !
  • Bruteier bei 8° - 10° C Raumtemperatur lagern !
  • Die Lagerdauer so kurz wie möglich halten , nicht länger als 10-14 Tage !
  • Lagerung auf Horden , mit der Spitze nach unten gestellt , erspart tägliches Wenden !
  • Nur Bruteier verwenden mit der Luftblase am stumpfen Ende !

Eier enthalten:

Alle 8 Essentiellen Aminosäuren:

Wichtige Bausteine für den Körper; Haut; Haare; Knochen; Muskeln

Voll mit Vitaminen:

Zink=                                    Abwehrkräfte des Körpers und ist notwendig für die Produktion von Kollagen 

Vit. A=                                  Fördert die Sehkraft

Vit. D=                                  Starke Knochen

Vit. E=                                  Herzfunktion

Selen=                                   Hält das Immunsystem jung

                     

Futter fürs Gehirn:

Lecithin=                             Stärkt Erinnerung  + Konzentration

                                               Notwendig für ausgeglichenen emotionalen Haushalt

Angst vor Cholesterin???

1 Ei=                                       5g. Fett überwiegend einfach ungesättigte Fettsäuren  genau die Art, die vorbeugen gegen Herzkrankheiten.

 

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